Schriftenreihe · Pfarrei Winterbach

Ortsgeschichtliche
Hefte Winterbach

Thematische Auszüge aus den Winterbacher Kirchenbüchern

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Das Quellenmaterial dieser Hefte stammt aus den Kirchenbüchern der evangelischen Pfarrei Winterbach, die im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart verwahrt und über das Portal Archion digital zugänglich sind. Die durchgängige Transkription des gesamten Bestands — vom Mischbuch Bd. 1 ab 1649 bis zu den späten Tauf- und Totenregistern des 19. Jahrhunderts — hat Uwe Riegel aus Grunbach in jahrelanger Arbeit erstellt.

Die Reihe Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach begleitet die Veröffentlichung des OFB Winterbach beim Verein für Computergenealogie. In den einzelnen Heften werden thematische Auszüge aus über 1.300 Pfarrnotizen vorgestellt — mal als ortsgeschichtliche Einzelfälle, mal als Längsschnitte durch das Material, mal als Familienportraits.

Heft I

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach — Heft I — Ortsgeschichtliche Einträge

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach

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Ortsgeschichtlich interessante
Einträge aus den Winterbacher

Kirchenbüchern

Eine thematische Auswahl

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Heft  I

— Casus tragici, Vergiftungen, Hinrichtungen, Religionsflucht —

herausgegeben von Thomas Bugge
Transkriptionen der Kirchenbücher: Uwe Riegel, Grunbach

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach · Heft I

Ortsgeschichtlich interessante Einträge
aus den Winterbacher Kirchenbüchern

— Casus tragici, Vergiftungen, Hinrichtungen, Religionsflucht —

Die Pfarrer der Gemeinde Winterbach am Schurwald haben über drei Jahrhunderte hinweg nicht nur die nüchternen Daten der Geburten, Trauungen und Begräbnisse festgehalten. Vielfach haben sie zur Feder gegriffen, wenn ihnen etwas wichtig erschien — eine außergewöhnliche Lebensgeschichte, ein Unglücksfall, ein Verbrechen, eine theologische Reflexion.

Diese Randnotizen, eingestreut in die Tauf-, Toten- und vor allem die Seelenregister, sind heute ein unersetzliches Zeitzeugnis des Alltags, vom Leid und von den Sitten der Menschen im württembergischen Remstal.

Hauptquelle ist das Seelenregister Band 26 von 1733 — eine biographisch angereicherte Volkszählung, in der Pfarrer Magister Johann Christoph Harpprecht zu fast jedem Haushalt notierte, was er für erinnernswert hielt. Wundergeburten neben Vergiftungen, Hinrichtungen neben Glaubensflüchtlingen — im Wortlaut des 18. Jahrhunderts, mit allen eigentümlichen Schreibungen und lateinischen Brocken.

Thematische Stränge in Heft I

  • Wundergeburten und außergewöhnliche Lebensläufe
  • Vergiftungen · Casus tragici
  • Hinrichtungen · weltliche und geistliche Justiz
  • Religionsflucht und Konfessionswechsel
  • Wanderschaft und Vagabondage
  • Uneheliche Geburten · soziale Randlagen
  • Stadtbrände und alltägliche Unglücksfälle
Hauptquelle: Seelenregister Bd. 26 (1733) 16 Seiten Herausgeber: Thomas Bugge Transkriptionen: Uwe Riegel Erschienen: 2026

Heft im Volltext bei Interesse: thomas@bgg-mail.de

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Heft II

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach — Heft II — Längsschnitte

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach

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Ortsgeschichtlich interessante
Einträge aus den Winterbacher

Kirchenbüchern

Längsschnitte durch das Material

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Heft  II

— Hunger, Soldaten, Wassertod, Hexenverdacht —

herausgegeben von Thomas Bugge
Transkriptionen der Kirchenbücher: Uwe Riegel

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach · Heft II

Längsschnitte durch das Material

— Hunger, Soldaten, Wassertod, Hexenverdacht —

Wo Heft I eine erste thematische Auswahl präsentiert hat, gehen die zehn Kapitel dieses Hefts in die Tiefe einzelner Themen, die quer durch die Winterbacher Kirchenbücher laufen. Vom Hungerjahr bis zum Soldatentod auf europäischen Schlachtfeldern, vom Ertrinken in Rems und Mühlbach bis zum Hexenverdacht — Längsschnitte, die dieselben Phänomene über Jahrzehnte verfolgen.

Die drei Hauptbände — Seelenregister Bd. 26, Seelenregister Bd. 28 und das Familienregister Bd. 29 des Pfarrers Peter Mezger — decken zusammen 1649 bis 1808 ab: von der unmittelbaren Nachkriegszeit des Dreißigjährigen Kriegs bis in die Zeit Napoleons.

Pfarrer Peter Mezger, geboren 1697, eröffnet sein eigenes Familienregister mit einer Verlustgeschichte: „Weil meine Geburt meine selig. Mutter allerdings das Leben gekostet, so hat sie mich gleich dem Herrn unserm Gott aufgeopfert und dem geistlichen Stand gewiedmet." — Und ein paar Seiten weiter steht eine Frau in den Akten, lakonisch vermerkt als „ob artes magicas suspecta": des Zaubereiwesens verdächtig.

Familienregister Bd. 29 · Seelenregister Bd. 26

Die zehn Längsschnitte

  • Zwei weitere Pfarrerleben · Peter Mezger & Carl Heinrich Ruoff
  • Hunger und Theurung · wenn das Wetter die Ernte frißt
  • Soldaten in den europäischen Schlachten
  • Wassertod · Rems, Mühlbach und der ertrunkene Knecht
  • Hexenverdacht · „ob artes magicas suspecta"
  • Bibliotheken und Bücher · was die Leute besaßen
  • Aus dem ärztlichen Stand · die Wundärzte Barchet
  • Wanderschaft als Lebensform
  • Trauerjahre · wenn alle in fünf Monaten sterben
  • Vom Verschwinden und Wiederkommen · Auswärtige & Verschollene
Quellen: Seelenregister Bd. 26 & 28, Familienregister Bd. 29 Zeitraum: 1649–1808 24 Seiten Herausgeber: Thomas Bugge Transkriptionen: Uwe Riegel

Heft im Volltext bei Interesse: thomas@bgg-mail.de

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Heft III

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach — Heft III — Familien I

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach

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Winterbacher
Familien

Sechs Stammlinien

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Heft  III

— Schanbacher, Hutt, Müller, Künzler, Eberle, Dilger —

herausgegeben von Thomas Bugge
Transkriptionen der Kirchenbücher: Uwe Riegel

Ortsgeschichtliche Hefte Winterbach · Heft III

Winterbacher Familien — Sechs Stammlinien

— Schanbacher, Hutt, Müller, Künzler, Eberle, Dilger —

Was macht eine Familie zur Winterbacher Stammfamilie? Sechs Stammlinien bilden eine kleine Typologie des dörflichen Lebens: Ämterdynastien, die über Generationen Rat und Gericht stellten, neben reinen Berufsdynastien, die acht oder zehn Generationen denselben Beruf hielten. Jedes Kapitel führt von einer kurzen Einführung über ausführliche Lebenslauf-Auszüge bis zur grafischen Stammtafel — und verknüpft sich mit den Notizen aus Heft I und II.

Die Schanbacher waren die ämterstärkste Familie des Dorfes — zehn Rats- und Gerichtsmitglieder in vier Generationen. An ihren Lebensläufen liest sich die ganze Spannweite ab: vom musterhaften Ratsherrn bis zur Ehebrecherin, vom Vergifteten bis zum Deserteur. Am anderen Ende stehen die Dilger, die reinste Berufsdynastie: sieben Generationen Melchior Dilger hintereinander — und die Eberle mit über 300 Jahren ununterbrochener Winterbacher Präsenz.

Und ein Bezug in eigener Sache: Mit Anna Katharina Dilger (*1898) endet die acht Generationen reichende Melchior-Linie — sie ist zugleich die Großmutter mütterlicherseits des Herausgebers. Die Reihe endet dort, wo seine eigene Familie beginnt.

Seelenregister Bd. 26 · Familienregister Bd. 29

Die sechs Stammlinien

  • Die Schanbacher · die ämterstärkste Familie
  • Die Hutt · Bürgermeister, Krämer, Funktionsträger
  • Die Müller · die Generalisten
  • Die Künzler · vier Johann Georg über fünf Generationen
  • Die Eberle · 304 Jahre Winterbacher Präsenz
  • Die Dilger · eine Berufsdynastie aus sieben Melchiors
Quellen: Seelenregister Bd. 26, Familienregister Bd. 29 24 Seiten · mit Stammtafeln Herausgeber: Thomas Bugge Transkriptionen: Uwe Riegel

Heft im Volltext bei Interesse: thomas@bgg-mail.de